Die Seele einer Geschichte

Was ist die Seele einer Geschichte? Was unterscheidet Geschichten zu denen wir uns hingezogen fühlen zu anderen? Gibt es ein Muster?

Ich beobachte bei anderen und auch bei mir selbst, dass es Geschichten gibt, mit denen ich mich absolut verbunden fühle und mit anderen aber nicht. Warum finden Freunde eine Geschichte nicht so spannend, wie ich selbst? Liegt das am Geschmack, an Erfahrungen oder Erlebnissen? Oder hat eine Geschichte eine Seele mit der ich mich verbinde?

Persönlich denke ich, bringt eine Geschichte in uns etwas zum Erklingen: einen Urwunsch, eine Ursehnsucht, ein Urbedürfnis, … Manchmal sind sie uns bewusst und manchmal nicht. In jedem Fall beschreiben die “Urs” Dinge, die wir nicht haben, die wir nicht können oder die uns aus irgendwelchen Gründen verwehrt werden. Die Geschichte allerdings zeigt uns einen weg, wie wir unsere Urs befriedigen können. Sie geben uns Hoffnung, auf ein besseres Dasein.

Genau das ist natürlich bei jedem Menschen anders. Daher passiert es auch, das eine Geschichte für einen Menschen wundervoll ist, für einen anderen Menschen aber überhaupt nicht spannend ist.

Eine Geschichte mit der wir den Leser helfen vielleicht sogar Hoffnung geben können, spricht also zwei Dinge an:

  1. Einen Urwunsch
  2. Einen Weg diesen Urwunsch in Erfüllung gehen zu lassen

Unter einem Urwunsch stelle ich mir beispielsweise vor:

  • eine Angst, vor anderen Menschen zu sprechen
  • eine Angst, zu versagen
  • eine Angst, allein zu sein
  • einen Traum, eines Tages die Galaxien bereisen zu können

Geschichten, die mir besonders gut gefallen, sprechen diese Urs an.

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